>>> ORIENTALISCHE DÜFTE AUS 1000 UND EINER NACHT

Seit 2007 unternehme ich Geschäftsreisen in den Mittleren Osten, speziell in die Golfstaaten und nach Saudi Arabien. 
Mit der Vertiefung der menschlichen Kontakte zu meinen arabischen Partnern, die ich mittlerweile als gute Freunde bezeichnen kann, wurde ich von Mal zu Mal mehr in die arabische Kultur und Lebensweise eingeführt. Ein Eintauchen in eine „fremde Welt“: Umgangsformen, Sprache, Schrift, Speisen, Moderne und Tradition, Musik, Kleidung und Gerüche, alles war anders und neu.
Auffallend war, dass ich alle meine arabischen Geschäftspartner vom ersten Moment an „gut riechen konnte“. Beneidenswert empfand ich, dass dieser gepflegte Duft den ganzen Arbeitstag, mit allen verbundenen Geschäftsaktivitäten, anhielt. Mein „französischer Herrenduft“ war dagegen längst verflogen.
Schließlich sprach ich meine Geschäftspartner darauf an und wurde in die arabische Parfumwelt und althergebrachte Dufttradition regelrecht eingewiesen. 
Man erzählte mir, dass das Parfümieren und sich mit Wohlgerüchen zu umgeben auf einer alt-arabischen Tradition basiert. Das Verbrennen von Hölzern und der damit verbundene Rauch hielten die Wohnräume und das Interieur hygienisch rein. Durch ein kontinuierlich verfeinertes Zusammenspiel an orientalischen Duftvariationen entstand zudem eine Quelle der Inspiration. 
Über die antiken Handelsrouten gelangten Hölzer, Gewürze und Blütenaromen nach Rom und somit nach Europa.
Das uns bekannte Wort „Parfum“ stammt aus dem lateinischen „par fumus = durch Rauch“.
Durch dieses Vorwissen sensibilisiert fiel mir bereits bei meinem ersten Aufenthalt in Saudi Arabien ein stets vorhandener wohlig warmer, holziger Geruch auf, der mich ständig umgab: Morgens mit Betreten des Hotelflurs, in Fahrstuhl und Lobby, in den Messehallen wie in den Souks und Malls.
Anders als in den Golfstaaten war dieser Geruch allgegenwärtig und differierte nur durch Nuancen.
Diejenigen unter uns die vielleicht an Festen oder Empfängen in den Hotels der Touristen Hot-Spots wie Dubai, Abu Dhabi oder Katar teilnahmen, werden sich eventuell ebenfalls an diese Gerüche erinnern.
Wiederum erfuhr ich durch meine Geschäftspartner, dass diese Gerüche zum einen auf Oudh, einem sehr wertvollen Naturharz und auf Bukhour, einer Kombination von geraspelten Hölzern, Harzen und Blüten basieren.
Bukhour wird traditionsgemäß benutzt, um sowohl Räume wohlig zu beduften, Kochgerüchen, Zigarettengeruch, etc. entgegenzuwirken, als auch die Wohn- und Schlafräume von Fliegen und Moskitos frei zu halten, oder es wird zu einem besonderen Anlass eingesetzt, z.B. an einem Feiertag, zum Gebet, aus Wertschätzung gegenüber einem Gast.
Mit dem aufsteigenden Rauch von Oudh hingegen parfümiert man nach Bad oder Dusche den Körper, das Haar und teilweise sogar gewollt die Kleidung.
Über Jahrhunderte hindurch entwickelte man weltweit unterschiedliche Herstellungsweisen (Aufguss, Auspressen, Enfleurage, Destillation, Extraktion) um reinste Duftstoffe aus Naturstoffen isolieren zu können. Noch heute bestehen die arabischen und orientalischen Parfum-Öle aus reinen und natürlichen Inhaltsstoffen und ohne Zusatz von Konservierungsmitteln, werden unverdünnt hergestellt, und kommen daher als hochwertige Konzentrate auf den Markt.
Dies ist ein eklatanter Unterschied zu westlichen Parfums, die verdünnt, mit synthetischen Aromen und  zum Sprayen mit Alkohol versetzt sind. Sie trocknen durch den Alkoholanteil die Haut aus, hinterlassen teilweise Spuren auf der Kleidung und können den angelegten Schmuck angreifen. 
Die hochwertigen arabischen und orientalischen Konzentrate genießen auch eine ganz andere Anwendungsform. Die westlich hektische „Ex und Hopp Spray-Mentalität“ ist hier nicht angebracht.  Hierfür sind die reinen Duftöle auch viel zu schade, denn es lohnt sich wirklich beim Öffnen der prachtvoll gestalteten Flakons für einen Moment inne zu halten und die Anwendung regelrecht zu genießen bevor man sich ankleidet und den Tag beginnt. 1-2 Tropfen des edlen Öls mit den Handgelenken verreiben, oder einige Tropfen mit den Handinnenflächen verstreichen und auf die gewünschten Körperteile aufzutragen reichen aus, um sich den ganzen Tag in einen wohligen Geruch zu hüllen. Die Öle ziehen rasch in die Haut ein und haben zudem eine Haut pflegende Wirkung.
Der Phantasie sind für weitere Anwendungen keine Grenzen gesetzt: So können Bettwäsche, Schals oder Tücher mit Öl-benetzten Fingern „beduftet“ werden, oder einige Tropfen Öl ins Badewasser gegeben werden. 
Die herausragende Qualität der Parfum-Öle unter Verwendung reiner Naturstoffe, die wunderschöne Aufmachung, die hochwertige und phantasievolle Gestaltung der Flacons, die außergewöhnlichen Verpackungsdetails und die bewusst gelebte Wellness-Kultur als Gegengewicht zur Alltagshektik begeisterten mich zunehmend. Diese Art des „Sich-Zeit-Nehmens“ beginnt schon mit Betreten einer Parfümerie. Es werden keine Sprays im Vorbeigehen auf kleine Papierstreifen aufgesprüht, sondern in den Showrooms der großen arabischen Hersteller wird man gebeten in den hochwertigen Sitzecken Platz zu nehmen.  
Nun wird damit begonnen verschiedene Düfte auf die Haut aufzutragen. Während sich die Duft-Öle auf der Haut entfalten werden Tee, Gebäck oder Datteln gereicht und so eine entspannte Atmosphäre geschaffen. Schon beginnt man sich auf die dargebotenen Düfte einzulassen; ohne Hektik, ohne Zeitdruck, ohne Stress.
Mit Kaffebohnen kann der Geruchssinn zwischendurch wieder neutralisiert werden.  Dies ist auch dringend nötig um nach dieser Geruchsfülle einen klaren Kopf zu behalten.
Es ist jedes Mal erstaunlich festzustellen, wie die Duft-Öle sich auf der Haut entfalten. Viele Düfte die von vornherein nicht in meiner engeren Auswahl standen wandeln sich innerhalb von 15 Minuten zu atemberaubenden Bouquets. Schlagartig wurde mir bewusst, dass es sich wirklich lohnt sich die Zeit zu nehmen, denn schließlich möchte ich das Geschäft mit genau dem Duft verlassen, der tatsächlich zu mir passt. 

Aber gibt es tatsächlich „den einen, universellen“ Duft, der für  Sport, Büro, Reisen oder für den ganz normalen Alltag gleichermaßen geeignet ist? Wird ein Duft von meinen Aktivitäten beeinflusst? Oder beeinflussen meine Aktivitäten den Duft?  Bei den arabisch orientalischen Duft-Ölen ist beides der Fall,  da diese direkt auf die Haut aufgetragen werden.  So beeinflussen z.B. Nahrung, Stress, Glücksgefühle, u.ä. über den Tag hinweg meinen Duft. Ich finde mich in unterschiedlichen Situationen in meinem Geruch wieder, empfinde Freude mich selbst riechen zu können und habe nicht den Eindruck mich mit einem monotonen Duft zu überschminken.    Grundsätzlich unterscheidet man in der orientalischen Welt zwischen leichten Düften für den Alltag, kraftvoll, edlen Düften für geschäftliche und gesellschaftliche Anlässe, oder traditionelle, würzige, oft dem Duft der Kaaba nachempfundene Düfte, besonders für das Gebet oder für die Feiertage. 
Bei der Auswahl führte mich meine „europäisch geprägte Nase“ einerseits zu den süßlich-lieblich-frischen Duft-Ölen, andererseits lernte ich die alt-arabischen Duftkultur, samt ihrer traditionellen Duft-Öle, kennen und lieben.

Ich tauchte ein in eine außergewöhnliche „Duftwelt“, die einen märchenhaften Bann, eine faszinierende Atmosphäre kreieren kann, fast wie „Musik für die Nase“.
Und wer will schon auf Musik verzichten?  

Jens-Peter Franz
Geschäftsführer FFi-Trading

www.1001nights-perfumes.com

 

   

 

 

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Orientalische Parfüme,Duftöle

 

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Sich zu parfümieren und mit Wohlgerüchen zu umgeben gehört im Orient zum selbstverständlich gelebten alltäglichen Wohlbefinden und ist in der arabischen Kultur tief verwurzelt.
Dahinter steht eine jahrhundertlange ägyptisch-arabische Tradition: das Verbrennen von Hölzern und der damit verbundenen Rauch hielten die Wohnräume und das Interieur hygienisch rein.
Über die antiken Handelsrouten gelangten Hölzer, Gewürze und Blütenaromen nach Ägypten. Es entstand durch ein verfeinertes Zusammenspiel an orientalischen Duftvariationen eine Quelle der Inspiration.
Die Römer brachten die edlen orientalischen Duftstoffe aus Ägypten nach Europa. Das uns bekannte Wort „Parfum“ stammt aus dem lateinischen „par fumus = durch Rauch“.....mehr lesen...

 

 

 

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......nun wird damit begonnen verschiedene Düfte auf die Haut aufzutragen. Während sich die Duft-Öle auf der Haut entfalten werden Tee, Gebäck oder Datteln gereicht und so eine entspannte Atmosphäre geschaffen. Schon beginnt man sich auf die dargebotenen Düfte einzulassen; ohne Hektik, ohne Zeitdruck, ohne Stress.

Mit Kaffebohnen kann der Geruchssinn zwischendurch wieder neutralisiert werden.  Dies ist auch dringend nötig um nach dieser Geruchsfülle einen klaren Kopf zu behalten.
Es ist jedes Mal erstaunlich festzustellen, wie die Duft-Öle sich auf der Haut entfalten. Viele Düfte die von vornherein nicht in meiner engeren Auswahl standen wandeln sich innerhalb von 15 Minuten zu atemberaubenden Bouquets. Schlagartig wurde mir bewusst, dass es sich wirklich lohnt sich die Zeit zu nehmen, denn schließlich möchte ich das Geschäft mit genau dem Duft verlassen, der tatsächlich zu mir passt.